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Helmut Hönsch

Ein Blick ins Seminar · Zwei Tage

Vorbereitung auf den Ruhestand und die Zeit danach

Das Berufsleben bewusst abschließen, Erfahrungen und Wissen weitergeben, die eigene Geschichte würdigen und neue Perspektiven entwickeln.

Der bevorstehende Ruhestand wirft Fragen auf: Wie gestalte ich meinen Abschied aus der Organisation? Was geschieht mit meinem Erfahrungswissen? Was werde ich vermissen? Und wie möchte ich mein Leben gestalten, wenn der Beruf nicht mehr den Alltag bestimmt?

Das zweitägige Seminar bietet Gelegenheit, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen – mit Anregungen, praktischen Hilfen, persönlichen Reflexionen und im Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Lebensphase.

Die Dramaturgie

Von außen nach innen. Und wieder nach außen.

Die beiden Tage sind als gemeinsame Reise angelegt: vom Blick auf gesellschaftliche Vorstellungen und den beruflichen Übergang über die eigene Biografie und Identität bis zur Gestaltung der kommenden Lebensphase.

Tag 1 · Rückblick und Abschied

Was war, was bleibt, was gebe ich weiter?

Wir beschäftigen uns mit Erwartungen an den Ruhestand, unterschiedlichen Übergangsverläufen und der persönlichen Standortbestimmung.

Im Mittelpunkt steht die eigene Arbeitsbiografie: Welche Erfahrungen haben mich geprägt? Welche Fähigkeiten habe ich entwickelt? Was habe ich beigetragen?

Mit dem Wissensbaum werden diese Erfahrungen sichtbar und im Gespräch gewürdigt. Wir betrachten Möglichkeiten, Erfahrungswissen weiterzugeben, Nachfolge und Übergabe vorzubereiten und den Abschied aus der Organisation bewusst zu gestalten.

Tag 2 · Identität und Zukunft

Was trägt mich, was treibt mich an?

Was bleibt von meiner Identität, wenn die berufliche Rolle endet? Was gibt mir Halt, Sinn und Motivation? Wie selbstbestimmt möchte ich meine neue Lebensphase gestalten?

Gespräche, ein Reflexionsspaziergang und persönliche Übungen eröffnen unterschiedliche Zugänge zu diesen Fragen. Eine stille Schreibphase bietet Zeit, eigenen Gedanken nachzuspüren – ohne etwas vorzeigen zu müssen.

Zum Abschluss gestalten die Teilnehmenden ein persönliches Zukunftsbild: Was möchte ich bewahren, was verändern und was vielleicht zum ersten Mal ausprobieren?

So arbeiten wir

Impulse, Austausch und praktische Hilfen

Kurze fachliche Impulse wechseln sich mit Einzelreflexionen, Partnergesprächen, Spaziergängen und kreativen Übungen ab. Aufmerksames Zuhören ist dabei ein wichtiger Bestandteil.

Ergänzend erhalten die Teilnehmenden Checklisten, Anregungen und Informationsmaterialien, unter anderem für den Wissenstransfer, die Abschiedsvorbereitung und die persönliche Orientierung.

Niemand muss Persönliches preisgeben. Jede und jeder entscheidet selbst, was im Austausch geteilt wird.

Der Gedanke dahinter

Nicht alles endet mit dem Beruf.

Erfahrungen, Fähigkeiten, Beziehungen und Interessen bleiben Teil unserer Geschichte. Zugleich eröffnet der Ruhestand Freiräume, in denen Neues entstehen kann.

Das Seminar lädt dazu ein, beides in den Blick zu nehmen – ohne einen fertigen Lebensplan entwickeln zu müssen.

Wie viel von dem, was ich heute bin, möchte ich bewahren – und was möchte ich mir erlauben, neu zu entdecken?