Das November Projekt

Der November ist nah – Zeit ein ganz persönliches Projekt zu starten: Wer eine kleine Veränderung in seinem Leben anstoßen will,  Dinge endlich beginnen will (die schon Jahre aufgeschoben wurden),  für den ist das “NovemberProjekt” DIE Gelegenheit!

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Im NovemberProjekt geht es um eine schrittweise Annäherung an ein persönliches Ziel. Kein Aufschieben mehr, sondern einfach machen. Jeden Tag im November in kleinen (oder größeren) Schritten dem selbst gesteckten Ziel näher kommen.

#neue Routinen – sich jeden Tag etwas Zeit nehmen, um etwas zu ändern

Man sollte oder könnte mal, findet keinen Startpunkt dafür genügend Ausreden, weil es weder wichtig noch dringend ist. Das NovemberProjekt bietet den geeigneten Rahmen, in dreißig Tagen Neues auszuprobieren und zur eigenen Routine zu machen.

#einfachmachen – die ersten Schritte für das eigene Projekt

Wer nicht alleine starten will und Begleitung wünscht – z.B. für die Zielfindung, für Übungen, Austausch und gegenseitige Motivation, der kann sich noch bis zum 15.10. unter info@good-transfer.com anmelden. Je nach Teilnehmerzahl und Zielsetzung werden kleinere Gruppen gebildet, die sich gegenseitig über vier Wochen als Novemberbegleiter zusammenschließen. Die Auftaktveranstaltung findet am 27.10.18 in der Clemensstr. 61 von 19-22 Uhr statt. Der Kostenbeitrag beträgt 50€.


  • 27.10.18: Auftakttreffen mit Austausch zu den Projektideen und Vorbereitung der eigenen Projekte
  • Boxenstopp 1: (Nach einer Woche) Austausch zu den ersten Erfahrungen
  • Boxenstopp 2: (Halbzeit) Austausch, Blick zurück und nach vorne, Ideen entwickeln für die zweite Hälfte
  • Abschlußtreffen

Beispiele vergangener Projekte: Reisefotos ordnen ; Ein Fotobuch gestalten ; Kalligraphie lernen ; Sketchnotes üben ; Beweglicher werden ; die eigene Stadt entdecken, mit Yoga beginnen; Plastikverzicht

Denkanstöße für visuelle Geschichten

Speicherkarten sind das neue Gedächtnis, sichern brav den visuellen Fundus an fotografierten Ferienmomenten. Wer den Gedanken hegt, mehr aus seinem Fotomaterial zu machen, findet Anregungen in der Münchner Fotobuchgalerie am kommenden und nächsten Donnerstag ab 19Uhr.

Visuelle Geschichten erzählen ist mehr als ein Handwerk. Sie binden, sortieren, arrangieren Momente, fügen zusammen und gestalten eine Erinnerung, zwischen Fakt und Fiktion balancierend, immer mit einem Stück Reflexion der eigenen inneren Bilderwelten.

Tauchgang in besondere Lebenswelten

Die über 100 Fotobücher der Galerie bieten einen Ideenfundus für eigene Geschichtskreationen. Zudem lassen Sie außergewöhnliche Lebenswelten nachspüren.

Fehlerkultur – Themenabend

„Jeder macht Fehler – und das ist kein Wunder. Fehler und Irrtümer sind die natürlichen Wegmarken auf der Suche nach neuen Lösungen, sie weisen uns darauf hin, was wir übersehen haben, was wir besser und klüger machen könnten. Fehler sind kein Schicksal. Um das so zu sehen, muss allerdings her, was der herrschenden Fehlerkultur fremd ist: Pragmatik und Vernunft, die Freude am Lösen von Problemen, am Versuch, die Realität, die Wirklichkeit, zu verstehen. Volkstümlich heißt das: nachdenken, über Dinge, die man schon gemacht hat, kritisch zu reflektieren.“ Aus Fehlanzeige von Wolf Lotter (Brand eins 2007). Über zehn Jahre später wird der Ruf nach einer neuen Kultur des Scheiterns wieder lauter. Transformationsdruck überall und nun die Einsicht, dass Fehler erlaubt, gewünscht, fast schon herbeigesehnt werden.

Mein aktuelles Working-out-Loud Ziel: Mehr über Fehlerkultur lernen, verstehen, Möglichkeiten ausloten, wie auf den Umgang mit Fehlern positiv eingewirkt werden kann– eine Annäherung also…

Wie lässt sich Fehlerkultur beschreiben? Welche Faktoren wirken prägend und wie werden sie wahrgenommen? Welche praktischen Gestaltungsmöglichkeiten von „Fehlerkultur“ fallen uns ein? Darum geht es bei dem Themenabend „Ich war’s nicht – über den Umgang mit Fehlern“ am 9. August in der Galerie [19:15 – 22:00].

Anmeldung über: info@good-transfer.com

Ein Fehler macht nur wer …

 

 

Juniabende

Im Monat Juni gibt es eine ganze Reise von Aktivitäten – Gelegenheiten für einen Besuch der Galerie, für anregende Gespräche oder für neue praktische Lernerfahrungen.

überziele(1)
08.06.18: Galerieabend über das Thema “Ziele”. Ob beim Mentoring, in einem Working-out-Loud Circle oder im Jahresgespräch: Ziele setzen und dann?
walkin
10.06.18: Offene Galerie – zum Kennenlernen von über 100 Fotobüchern – jede Menge Inspiration für visuelle Gestaltung von Geschichten
storydesign
20.06.18: Storydesign-Workshop: Die große Geschichte gestalten: Gestaltungselemente im visuellen Storytelling von Produkten/Services
empathymap
21.06.18: Arbeiten mit Empathy Maps und Personas: Praxisabend zum Umgang mit praktischen design-thinking Komponenten
erinnerungsgeschichten
29.6.18: Erinnerungen bewahren mit visuellem Storytelling: Gestaltungsprinzipien, Storyboard

Aufbruch in visuelle Geschichten

Galerieabend für visuelle Geschichten am 16. Mai von 19:30 – 21Uhr. Eintritt frei

Inspirationsliste mit dem Schwerpunkt “OSTEN” für den ganz persönlichen Leseabend.

(1) Anne Morgenstern – Land ohne Mitte

„Land ohne Mitte“ portraitiert Menschen, Räume und Landschaften in und um das sächsische Hoyerswerda

(2) Andrea Diefenbach – Land ohne Eltern

Andrea Diefenbach beschreibt in ihrer Serie “Land ohne Eltern” die Lebenssituation von Arbeitsmigranten aus Moldawien.

(3) Katrin Streicher – In between

Zwischen dem Ausgangs- und Endpunkt der langen Reise mit der transibirischen Eisenbahn, zwischen den Zentren der großen Städte, dort, wo noch Platz ist für den weiten Blick und die schweifende Phantasie.

(4) Clemens Fantur – Aurora Cordial

Eindrücke, Begegnungen, Fundstücke und Gedanken einer Reise zu den Philippinen

(5) Patrick Faigenbaum – Kolkata – Calcutta

(6) Robert Polidori – 60 Feet Road

Mumbai, India. Ein faszinierendes Buch voller verwirrender Perspektivenwechsel

(7) Nick Hannes – Red Journey

Eine Reise durch die 15 ehemaligen Sowjetrepubliken.

(8) Karolin Klüppel – Mädchenland

Ein intimes Portrait der Khasi, einer matriachalischen Gesellschaft im Staat Meghalaya in Indien.

(9) Xiomara Bender – North Korea – The Power of Dreams

Die Fotodokumentation als Spurensuche in Nordkorea

(10) WassinkLundgren – Tokyo Tokyo

(11) Kazuma Obara – Reset – Beyond Fukushima

 

 

Salongesprächnachlese

Die Frage nach „Orten guten Lebens“ stand im Mittelpunkt des Salongespräches „Wie wir leben wollen“ in der Goodtransfergallery. Ausgehend von einem von dem Journalisten Manfred Kasper vorgestellten fotografisch-literarischen Kurztrip ins italienische Mairatal drehte die Diskussion sich um Sehnsüchte und Realitäten sowie das menschliche Maß in Stadt- und Regionalplanung. Für den Geografen und Alpenforscher Werner Bätzing zeichnen sich „Orte guten Lebens“ dadurch aus, „dass nicht das ganze Leben auf das reine Funktionieren reduziert und das Funktionieren nicht ständig in seiner Effizienz gemessen wird“. Doch wie lässt sich dies im eigenen Lebensumfeld verwirklichen? Was macht Städte wie München oder Köln zu „Orten guten Lebens“? Und wie können sie zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet werden?

Visuelle Lesereisen am Welttag des Buches

Das Vorlesen beginnt im Kopf – wenn das Design der Geschichte, die visuell-narrative Erzähldynamik, zum Erlebnis wird, Lebenskapitel aufgeschlagen und mal künstlerisch, mal dokumentarisch erzählt werden.

nomadic-bookstoreZum Welttag des Buches werden wieder ausgewählte Fotobücher in der Fotobuchgalerie gezeigt. Bildreportagen aus Indien, Japan, Mongolei, Ukraine, Spanien, Australien, China, Deutschland; Lebensgeschichten, Umweltreportagen, Begegnungen, Experimentelle Fotografie, Flucht, Entfremdung … Die Bandbreite an visuellen Geschichten ist groß.

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Visuelles Storytelling am Weltgeschichtentag


Es ging dieses Mal auch um Geschichten, aber vielmehr um die Wirkung von Bildern, als
Erinnerungsanker, als Reflexionsverstärker für eigene Erfahrungen, Begegnungen und Interpretationen der erlebten Geschichte. Da ist zum Beispiel das Bild mit einer Hausfassade, Stadtteil in München oder Irgendwo in einer Stadt, als Standardabbild für den Zugang zu Vertrautheit, Heimatgefühl, dem eigenen Zuhause. Klassischer Hausfassadenstandard, ein Vorgarten mit Heckenumrahmung, kleine Sträucher vor
dem Haus. Triviales im Bild hält mehr fest, als gedacht, bildet die Klammer, den Einstieg, irritiert oder wirkt vertraut, stört nicht, weil es schon immer da gewesen ist. Wenn ein Bild etwas festhält, dass sich über die Jahre als etwas Vertrautes in die DNA eingebrannt hat.  So auch das Bild vom Meer: Sinnbild für …Nordsee – zeitlos, keine Sonne, Strand, erlaubt das individuelle Eintauchen ins Bild.

Eine andere Diskussion entspannte sich zum Thema der Motivsuche und der Zeit die es benötigt, bis ein Motiv als fotografierwürdig angesehen wird. Ganz nach dem Motto „Das Motiv findet Dich, nicht Du findest das Motiv“. Wer im Urlaub dem Fotorausch erlegen war und nach einer Weile gefragt wird, welches Bild nachhaltig wirkt, eine Geschichte erzählen lässt, dann sind es meist solche Bilder, die durch diesen Findungsprozess gegangen sind, keine snapchats, hochgeladen ins Universum, erstellt um wieder vergessen zu werden. Haben diese Bilder doch einen inneren Reifegrad durchgemacht: es kann manchmal Jahre dauern bis die Vertrautheit und der persönliche Kontext entsteht.
Welche Fotos sind es dann, die sich mit den Bildern im Kopf verbinden und die eigene
Erinnerungsgeschichte erhalten? Das Wiedersehen mit dem Motiv, als Wiederkehr des Erlebnisses: so wie an diesem Abend, wenn sich um die mitgebrachten Fotos die Geschichten erzählen lassen: von Möwenschwärmen in Norwegen, Jahresbelichtungen mit Lochkameras, Lissabonner Stadtcafés, Strandbildern der ostfriesischen Inseln.

Noch etwas zur Wirkung von Bildern mit starker narrativer Wirkung: Manchmal sind es kleine Details die das Bild vervollständigen. Wirken sie im Sucher der Kamera noch als störend, können sie später als Anker wirken, um einen emotionalen Bezug entstehen zu lassen. Das kleine Detail was ins Bild führt, vielleicht nicht ganz passend, aber dadurch Neugier weckt oder Befremdlichkeit und dadurch wieder Aufmerksamkeit.