Juniabende

Im Monat Juni gibt es eine ganze Reise von Aktivitäten – Gelegenheiten für einen Besuch der Galerie, für anregende Gespräche oder für neue praktische Lernerfahrungen.

überziele(1)
08.06.18: Galerieabend über das Thema “Ziele”. Ob beim Mentoring, in einem Working-out-Loud Circle oder im Jahresgespräch: Ziele setzen und dann?
walkin
10.06.18: Offene Galerie – zum Kennenlernen von über 100 Fotobüchern – jede Menge Inspiration für visuelle Gestaltung von Geschichten
storydesign
20.06.18: Storydesign-Workshop: Die große Geschichte gestalten: Gestaltungselemente im visuellen Storytelling von Produkten/Services
empathymap
21.06.18: Arbeiten mit Empathy Maps und Personas: Praxisabend zum Umgang mit praktischen design-thinking Komponenten
erinnerungsgeschichten
29.6.18: Erinnerungen bewahren mit visuellem Storytelling: Gestaltungsprinzipien, Storyboard

Aufbruch in visuelle Geschichten

Galerieabend für visuelle Geschichten am 16. Mai von 19:30 – 21Uhr. Eintritt frei

Inspirationsliste mit dem Schwerpunkt “OSTEN” für den ganz persönlichen Leseabend.

(1) Anne Morgenstern – Land ohne Mitte

„Land ohne Mitte“ portraitiert Menschen, Räume und Landschaften in und um das sächsische Hoyerswerda

(2) Andrea Diefenbach – Land ohne Eltern

Andrea Diefenbach beschreibt in ihrer Serie “Land ohne Eltern” die Lebenssituation von Arbeitsmigranten aus Moldawien.

(3) Katrin Streicher – In between

Zwischen dem Ausgangs- und Endpunkt der langen Reise mit der transibirischen Eisenbahn, zwischen den Zentren der großen Städte, dort, wo noch Platz ist für den weiten Blick und die schweifende Phantasie.

(4) Clemens Fantur – Aurora Cordial

Eindrücke, Begegnungen, Fundstücke und Gedanken einer Reise zu den Philippinen

(5) Patrick Faigenbaum – Kolkata – Calcutta

(6) Robert Polidori – 60 Feet Road

Mumbai, India. Ein faszinierendes Buch voller verwirrender Perspektivenwechsel

(7) Nick Hannes – Red Journey

Eine Reise durch die 15 ehemaligen Sowjetrepubliken.

(8) Karolin Klüppel – Mädchenland

Ein intimes Portrait der Khasi, einer matriachalischen Gesellschaft im Staat Meghalaya in Indien.

(9) Xiomara Bender – North Korea – The Power of Dreams

Die Fotodokumentation als Spurensuche in Nordkorea

(10) WassinkLundgren – Tokyo Tokyo

(11) Kazuma Obara – Reset – Beyond Fukushima

 

 

Salongesprächnachlese

Die Frage nach „Orten guten Lebens“ stand im Mittelpunkt des Salongespräches „Wie wir leben wollen“ in der Goodtransfergallery. Ausgehend von einem von dem Journalisten Manfred Kasper vorgestellten fotografisch-literarischen Kurztrip ins italienische Mairatal drehte die Diskussion sich um Sehnsüchte und Realitäten sowie das menschliche Maß in Stadt- und Regionalplanung. Für den Geografen und Alpenforscher Werner Bätzing zeichnen sich „Orte guten Lebens“ dadurch aus, „dass nicht das ganze Leben auf das reine Funktionieren reduziert und das Funktionieren nicht ständig in seiner Effizienz gemessen wird“. Doch wie lässt sich dies im eigenen Lebensumfeld verwirklichen? Was macht Städte wie München oder Köln zu „Orten guten Lebens“? Und wie können sie zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet werden?

Visuelle Lesereisen am Welttag des Buches

Das Vorlesen beginnt im Kopf – wenn das Design der Geschichte, die visuell-narrative Erzähldynamik, zum Erlebnis wird, Lebenskapitel aufgeschlagen und mal künstlerisch, mal dokumentarisch erzählt werden.

nomadic-bookstoreZum Welttag des Buches werden wieder ausgewählte Fotobücher in der Fotobuchgalerie gezeigt. Bildreportagen aus Indien, Japan, Mongolei, Ukraine, Spanien, Australien, China, Deutschland; Lebensgeschichten, Umweltreportagen, Begegnungen, Experimentelle Fotografie, Flucht, Entfremdung … Die Bandbreite an visuellen Geschichten ist groß.

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Visuelles Storytelling am Weltgeschichtentag


Es ging dieses Mal auch um Geschichten, aber vielmehr um die Wirkung von Bildern, als
Erinnerungsanker, als Reflexionsverstärker für eigene Erfahrungen, Begegnungen und Interpretationen der erlebten Geschichte. Da ist zum Beispiel das Bild mit einer Hausfassade, Stadtteil in München oder Irgendwo in einer Stadt, als Standardabbild für den Zugang zu Vertrautheit, Heimatgefühl, dem eigenen Zuhause. Klassischer Hausfassadenstandard, ein Vorgarten mit Heckenumrahmung, kleine Sträucher vor
dem Haus. Triviales im Bild hält mehr fest, als gedacht, bildet die Klammer, den Einstieg, irritiert oder wirkt vertraut, stört nicht, weil es schon immer da gewesen ist. Wenn ein Bild etwas festhält, dass sich über die Jahre als etwas Vertrautes in die DNA eingebrannt hat.  So auch das Bild vom Meer: Sinnbild für …Nordsee – zeitlos, keine Sonne, Strand, erlaubt das individuelle Eintauchen ins Bild.

Eine andere Diskussion entspannte sich zum Thema der Motivsuche und der Zeit die es benötigt, bis ein Motiv als fotografierwürdig angesehen wird. Ganz nach dem Motto „Das Motiv findet Dich, nicht Du findest das Motiv“. Wer im Urlaub dem Fotorausch erlegen war und nach einer Weile gefragt wird, welches Bild nachhaltig wirkt, eine Geschichte erzählen lässt, dann sind es meist solche Bilder, die durch diesen Findungsprozess gegangen sind, keine snapchats, hochgeladen ins Universum, erstellt um wieder vergessen zu werden. Haben diese Bilder doch einen inneren Reifegrad durchgemacht: es kann manchmal Jahre dauern bis die Vertrautheit und der persönliche Kontext entsteht.
Welche Fotos sind es dann, die sich mit den Bildern im Kopf verbinden und die eigene
Erinnerungsgeschichte erhalten? Das Wiedersehen mit dem Motiv, als Wiederkehr des Erlebnisses: so wie an diesem Abend, wenn sich um die mitgebrachten Fotos die Geschichten erzählen lassen: von Möwenschwärmen in Norwegen, Jahresbelichtungen mit Lochkameras, Lissabonner Stadtcafés, Strandbildern der ostfriesischen Inseln.

Noch etwas zur Wirkung von Bildern mit starker narrativer Wirkung: Manchmal sind es kleine Details die das Bild vervollständigen. Wirken sie im Sucher der Kamera noch als störend, können sie später als Anker wirken, um einen emotionalen Bezug entstehen zu lassen. Das kleine Detail was ins Bild führt, vielleicht nicht ganz passend, aber dadurch Neugier weckt oder Befremdlichkeit und dadurch wieder Aufmerksamkeit.

Publisher’s Visit: Round not Square

Am 3.4. haben wir einen besonderen Gast in der Fotobuchgalerie: Rike von Round not Square stellt den kleinen Berliner Buchverlag vor, der ausschließlich im Buchrollenformat publiziert. Inhalte, die sich nicht in ein herkömmliches Seitenformat fügen lassen, oder die gewinnen, wenn man ihnen mehr Raum gibt. Rike bringt zwei Fotobücher aus dem Verlagsprogramm mit: Eines davon ist ein Fotobuch, bzw. eine Buchrolle mit Lyrik und Fotografien über die russische Provinz, Provintsiya: https://round-not-square.com/portfolio/provintsiya/ Fotograf ist Heinrich Völkel von der Agentur Ostkreuz.

Das zweites Fotobuch stammt von Larry Yust catching-the-eye


 

Working out loud

Visual Storytelling experience – my exercise of todays Gallery evening: the Working Out Loud journey, a 12 weeks peer coaching practice full of highly valuable exchange, networking and social collaboration. A wonderful social learning experience, each week with guided exercises and focus. Check out workingoutloud.com for further details.

Visual memories

Am kommenden Wochenende – parallel zum Galerieabend “Visual Storytelling Experience” zeige ich eine kleine Fotoausstellung von “visual memories”. Zeichen, die wir hinterlassen, Botschaften, Erinnerungen, die Jahrzehnte überdauern und die Patina an Erinnerungsorten bilden.

Start ist um 18Uhr am Samstag – am Sonntag ist auf Anfrage geöffnet.